Batteriespeicher
Batteriespeicher als Module und Sets von 5 bis 50 kWh für Hybrid-Wechselrichter, dazu Speicher fürs Balkonkraftwerk und Zubehör.
Ein Batteriespeicher, auch Stromspeicher, PV-Speicher oder Solarspeicher genannt, hebt den Solarstrom auf, den die PV-Anlage tagsüber mehr erzeugt, als im Haus gebraucht wird. Abends und nachts gibt er ihn wieder ab, statt dass Strom aus dem Netz bezogen wird. Im Sortiment stehen Batteriemodule und fertige Speichersets von 5 bis 50 kWh für Hybrid-Wechselrichter, steckerfertige Speicher für das Balkonkraftwerk und das passende Zubehör, von Growatt, Solplanet, Fronius, Trina, Anker, Elecway und SAJ.
Drei Bauarten von Batteriespeichern
Welche Bauart passt, hängt vor allem an der Anlage, zu der der Speicher kommt.
| Bauart | Im Sortiment | Kapazität je Modul | Wofür |
|---|---|---|---|
| Hochvolt-Modulspeicher | Growatt APX und ARK, Solplanet Ai-HB, Fronius Reserva und Reserva Pro, Trina | 2,56 bis rund 5 kWh | Dachanlage mit Hybrid-Wechselrichter |
| Niedervolt-Modulspeicher | Growatt AXE, Growatt ARK L, Solplanet Ai-LB | 2,56 bis 5,12 kWh | Dachanlage mit Hybrid-Wechselrichter |
| Steckerfertiger Speicher | Growatt NOAH 2000 und NEXA 2000, Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro, Elecway Balkon Mikro Energiespeicher | 2 bis 2,7 kWh | Balkonkraftwerk |
Modulspeicher für die Dachanlage werden aus mehreren Batteriemodulen zu einem Turm gestapelt und arbeiten nie allein, sondern immer mit einem Hybrid-Wechselrichter, der Laden und Entladen steuert. Sie stehen unter Speicher für Wechselrichter, teils als Einzelmodul, teils als fertiges Set mit Steuereinheit. Steckerfertige Speicher vereinen Batterie und Regelung in einem Gehäuse und werden zwischen Module und Einspeisung gesetzt. Sie stehen unter Speicher für Balkonkraftwerke.
Hochvolt oder Niedervolt
Bei einem Hochvolt-Speicher sind die Module hintereinander geschaltet; mit jedem Modul steigt die Spannung des Turms. Dazu gehört bei den meisten Systemen hier eine eigene BMS-Einheit, also das Batteriemanagement, das Zellen und Ladung überwacht. Ein Niedervolt-Speicher arbeitet mit rund 50 V und wächst, indem Module parallel dazukommen. Die Growatt AXE bringt ihr BMS im Modul mit, ist nach IP20 geschützt und gehört deshalb in einen trockenen Innenraum.
Welche Bauart es wird, entscheidet in der Praxis der Wechselrichter: Er ist für eine Spannungslage und für bestimmte Speicher ausgelegt.
Welcher Speicher an welchen Wechselrichter passt
Ein Speicher arbeitet nur mit einem Wechselrichter zusammen, für den der Hersteller ihn freigibt. Maßgeblich ist die Speicherliste des Wechselrichters. Für diese Geräte im Sortiment nennen die Herstellerlisten:
- Growatt MOD HU: ausschließlich den Speicher APX
- Growatt MOD XH: ARK; MOD XH BP: APX
- Growatt MIN XH: ARK und APX
- Solplanet ASW H-T2 und H-T3: ausschließlich Ai-HB
Für alle anderen Paare gilt die Speicherliste im Datenblatt des Hybrid-Wechselrichters. Steht ein Speicher dort nicht, ist die Kombination nicht freigegeben. Aufeinander abgestimmte Paare gibt es als Speicher-Wechselrichter-Sets.
Notstrom bei Stromausfall
Ob im Haus bei einem Netzausfall weiter Strom fließt, entscheidet nicht der Speicher, sondern der Hybrid-Wechselrichter. Die Hybrid-Wechselrichter in den PV-Komplettsets mit Speicher, Growatt SPH und SPF, Solplanet ASW und Trina TRH, schalten laut Datenblatt bei Netzausfall automatisch und in etwa 10 Millisekunden auf den Speicher um. Ohne angeschlossenen Speicher gibt es keinen Notstrom. In den Komplettsets lässt sich danach filtern. Was Notstromsteckdose, Ersatzstrom und Inselanlage unterscheidet, erklärt der Ratgeber Notstrom mit der PV-Anlage.
Bei den steckerfertigen Speichern unterscheiden sich die Geräte: Der Growatt NOAH 2000 hat keinen eigenen Stromausgang. Die Growatt NEXA 2000 und die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro haben eine Steckdose, die bei Netzausfall von Hand auf Inselbetrieb umgestellt wird.
Wie groß der Speicher sein sollte
Maßgeblich ist der Verbrauch nach Sonnenuntergang und am frühen Morgen, denn nur den kann der Speicher decken. Ein Speicher, der deutlich größer ist, wird an vielen Tagen nicht voll. Weil die Modulspeicher in festen Schritten wachsen, lässt sich klein anfangen und später aufstocken: bei Growatt ARK, Solplanet Ai-HB und Trina in Schritten von 2,56 kWh, bei Fronius Reserva von 3,15 kWh, bei Growatt APX von rund 5 kWh. Die Obergrenze je System steht im Datenblatt, etwa 20,48 kWh bei Solplanet Ai-HB G2 Pro, 25,6 kWh bei Growatt ARK und 30 kWh bei Growatt APX.
Fertige Speichersets nach Kapazität
Die Speichersets für Hybrid-Wechselrichter enthalten Module, Batteriemanagement und Basis in passender Zahl. Gängige Größen im Sortiment:
| Kapazität | Speichersets |
|---|---|
| 5 kWh | Growatt APX (Hochvolt), Growatt AXE (Niedervolt) |
| rund 10 kWh | Growatt APX, ARK und AXE, Solplanet Ai-HB, Fronius Reserva |
| rund 15 kWh | Growatt APX, ARK und AXE, Solplanet Ai-HB, Fronius Reserva |
| 20 bis 50 kWh | Growatt APX, ARK und AXE, Solplanet Ai-HB, Fronius Reserva Pro |
Dazwischen gibt es Zwischenstufen wie 7,68, 12,8 und 17,92 kWh. Alle Sets stehen unter Speicher für Wechselrichter.
Was im Datenblatt zählt
Die nutzbare Kapazität liegt etwas unter der Nennkapazität, beim Growatt ARK-Modul zum Beispiel bei 2,3 von 2,56 kWh. Alle Batterien im Sortiment arbeiten laut Datenblatt mit Lithium-Eisenphosphat (LFP). Die meisten Module nennen 6.000 Ladezyklen, das Solplanet Ai-HB G2 Pro 8.000 und der Growatt Aura 5000 10.000. Die Herstellergarantie beträgt überwiegend zehn Jahre. Der Temperaturbereich im Datenblatt entscheidet, ob ein Aufstellort in Garage oder Keller passt.
Basen, Verteiler und Anschlussteile stehen im Zubehör für Batteriespeicher, ganze Anlagen mit Speicher unter PV-Komplettsets mit Speicher. Wie Speicher, Wechselrichter und Module zu einer Anlage zusammenpassen, zeigt die Übersicht PV-Anlage kaufen.
Häufige Fragen zum Batteriespeicher
Ist ein Stromspeicher dasselbe wie ein Batteriespeicher?
Ja. Stromspeicher, Batteriespeicher, Solarspeicher und Energiespeicher meinen im Haus dieselbe Sache: eine Batterie, die Solarstrom für später aufhebt.
Wie groß sollte mein Batteriespeicher sein?
So groß, dass er den Verbrauch vom Abend bis zum nächsten Morgen deckt. Weil die Modulspeicher erweiterbar sind, kann eine kleinere Größe der Anfang sein; die Obergrenze des Systems steht im Datenblatt.
Kann ich einen Speicher nachrüsten?
Mit einem Hybrid-Wechselrichter ja, wenn der Speicher auf seiner Herstellerliste steht. Hat die Anlage einen netzgekoppelten Wechselrichter, braucht es ein zusätzliches Gerät wie den Growatt SPA. Ein Balkonkraftwerk lässt sich mit einem steckerfertigen Speicher ergänzen; fertige Sets gibt es als Balkonkraftwerke mit Speicher.
Passt jeder Speicher an jeden Wechselrichter?
Nein. Spannungslage und Kommunikation sind herstellerabhängig, und nur freigegebene Kombinationen funktionieren. Welche das sind, steht in der Speicherliste des Wechselrichters.
Wo stelle ich den Speicher auf?
Die meisten Module sind nach IP65 oder IP66 geschützt. Ob der Ort passt, entscheidet der Temperaturbereich im Datenblatt, beim Growatt APX zum Beispiel −10 bis +50 °C. Die Growatt AXE mit IP20 gehört in einen trockenen Innenraum.
Liefert ein Batteriespeicher Notstrom?
Nur zusammen mit einem Hybrid-Wechselrichter, der eine Notstromfunktion hat. Die Wechselrichter in den Komplettsets mit Speicher schalten bei Netzausfall automatisch um. Steckerfertige Speicher wie die NEXA 2000 bieten eine Steckdose für den Inselbetrieb, die von Hand umgeschaltet wird.
Wie lange hält ein Batteriespeicher?
Die Datenblätter nennen 3.000 bis 10.000 Ladezyklen, die meisten Module 6.000. Die Herstellergarantie liegt je nach System bei fünf bis fünfzehn Jahren, meist bei zehn.
Was kostet ein Batteriespeicher?
Bei den fertigen Speichersets etwa 190 bis 700 € je kWh Kapazität, die meisten bei 210 bis 340 € je kWh (Stand Oktober 2026). Größere Sets sind je kWh meist günstiger, Markenspeicher wie Fronius Reserva liegen am oberen Ende. Der Preis eines Sets steht auf der Produktseite; einen Wechselrichter enthalten die reinen Speichersets nicht. Für Photovoltaikanlagen und ihre wesentlichen Komponenten fällt unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an. Ob sie vorliegen, geben Sie im Bestellvorgang an.
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- Stromspeicher: Wie groß sollte er sein, und was kostet er? Ein Stromspeicher sollte zum Verbrauch und zur PV-Anlage passen, nicht möglichst groß sein. Die HTW Berlin empfiehlt höchstens 1,5 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch und je 1 kW PV-Leistung; für einen Haushalt mit 4.000 kWh und eine Anlage mit 10 kW sind das höchstens 6 kWh. Fertige Speichersets kosten im Sortiment meist 210 bis 340 € je kWh. Stand: 03.10.2026 Zum Ratgeber →