Balkonkraftwerke ohne Speicher
Strom vom Balkon, verbraucht im Moment der Erzeugung: Balkonkraftwerke ohne Speicher bestehen aus Solarmodulen und Mikrowechselrichter, die meisten mit Anschlusskabel. Die Sets reichen von 840 bis 2.000 Wattpeak, mit Mikrowechselrichtern von Growatt und Deye.
Mit Speicher oder einzeln?
Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher besteht aus Solarmodulen, einem Mikro-Wechselrichter und dem Anschlusskabel. Der Strom geht im Moment der Erzeugung ins Hausnetz und wird dort verbraucht; was gerade niemand braucht, fließt ins öffentliche Netz. Die Sets hier reichen von 840 bis 2.000 Wattpeak.
800 Watt Einspeisung, zwei oder vier Module
Die meisten Sets arbeiten mit einem Wechselrichter, der laut Datenblatt höchstens 800 VA ins Hausnetz abgibt, zum Beispiel dem Growatt NEO 800M-X oder dem Deye SUN-M80G4. Der NEO 800M-X und der SUN-M80G4 haben zwei MPP-Tracker, regeln also zwei Moduleingänge getrennt, und sind nach IP67 gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt. Die Sets unterscheiden sich vor allem in der Zahl der Module: Die Sets mit zwei Modulen bis 1.000 Wattpeak, mit und ohne Speicher, zeigt die Seite Balkonkraftwerk 1000 Watt.
- Zwei Module mit 840 bis 1.000 Wp: JA Solar mit 460, 465 oder 500 W, Trina Vertex S+ mit 470 W oder Solitek Blackstar mit 420 W (im Deye-Set).
- Vier Module mit 1.840 bis 2.000 Wp: JA Solar mit 460, 465 oder 500 W. Die Sets mit vier Modulen und dem NEO 800M-X enthalten Y-Verteiler.
Vier Module liefern bei den Sets mit 800-VA-Wechselrichter nicht mehr als 800 VA ins Hausnetz, erreichen diese Leistung aber früher am Morgen, länger am Abend und eher an bewölkten Tagen. Alle Module sind Glas-Glas-Module mit schwarzem Rahmen. Wie viel Strom ein Set je nach Ausrichtung erzeugt, steht unter Balkonkraftwerk: Ertrag und Ausrichtung.
Einzelne Sets weichen ab: Sie kombinieren den Growatt NEO 2000M-X2, dessen Wechselrichter laut Datenblatt bis 2.000 VA leistet, mit vier JA-Solar-Modulen mit 465 W. Das liegt über 800 VA; klären Sie vor dem Kauf mit Ihrem Netzbetreiber, wie diese Sets anzuschließen sind.
Lieferumfang und Anmeldung
Zu fast jedem Set gehört ein fünf Meter langes Anschlusskabel mit Schukostecker. Halterungen für Geländer, Wand oder Flachdach sind nicht enthalten und stehen unter Unterkonstruktion, einzelne Geräte unter Mikro-Wechselrichter.
Für die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister gelten gesetzliche Vorgaben; Auskunft geben der Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur. Mehr zum Thema auf der Übersicht Balkonkraftwerke. Welche Länder und Städte Balkonkraftwerke bezuschussen, zeigt die Übersicht zur Balkonkraftwerk-Förderung.
Für Photovoltaikanlagen und ihre wesentlichen Komponenten fällt unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an. Ob sie vorliegen, geben Sie im Bestellvorgang an. Wer berechtigt ist, erklärt die Seite Mehrwertsteuer auf Photovoltaik.
Häufige Fragen zum Balkonkraftwerk ohne Speicher
Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk ohne Speicher?
Für Haushalte, in denen tagsüber Strom läuft: Kühlgeräte, Router, Umwälzpumpe oder ein Arbeitsplatz zu Hause. Wer erst abends Strom braucht, schaut sich die Balkonkraftwerke mit Speicher an.
Kann ich später einen Speicher nachrüsten?
Einzelne Speicher stehen bei den Speichern für Balkonkraftwerke. Ob einer zu Ihren Modulen und Ihrem Wechselrichter passt, zeigen die Datenblätter, vor allem Eingangsspannung und Anschlussart.
Zwei oder vier Module?
Bei den Sets mit 800-VA-Wechselrichter bleibt die Einspeisung bei 800 VA. Vier Module bringen mehr Ertrag in den Randstunden und bei Bewölkung, brauchen aber doppelt so viel Platz: je Modul rund 1,76 bis 1,95 m × 1,13 m. Alle Sets mit vier Modulen, mit und ohne Speicher, stehen unter Balkonkraftwerk 2000 Watt.
Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk ohne Speicher?
Die Solarmodule erzeugen Gleichstrom, der Mikro-Wechselrichter macht daraus Wechselstrom und speist ihn über die Steckdose ins Hausnetz. Dort verbrauchen ihn die Geräte, die gerade laufen, etwa Kühlschrank oder Router. Was im Moment nicht gebraucht wird, fließt ins Netz; zur Vergütung gibt der Netzbetreiber Auskunft.