Energiespeicher
Ein Batteriespeicher, auch Stromspeicher oder Energiespeicher genannt, hebt den Solarstrom auf, den die PV-Anlage tagsüber mehr erzeugt, als im Haus gebraucht wird. Abends und nachts gibt er ihn wieder ab, statt dass Strom aus dem Netz bezogen wird. Im Sortiment stehen Batteriemodule und fertige Speichersets von 5 bis 30 kWh für Hybrid-Wechselrichter, steckerfertige Speicher für das Balkonkraftwerk und das passende Zubehör, von Growatt, Solplanet, Fronius, EcoFlow, Trina, Anker und SAJ.
Drei Bauarten von Batteriespeichern
Welche Bauart passt, hängt vor allem an der Anlage, zu der der Speicher kommt.
| Bauart | Im Sortiment | Kapazität je Modul | Wofür |
|---|---|---|---|
| Hochvolt-Modulspeicher | Growatt APX und ARK, Solplanet Ai-HB, Fronius Reserva, Trina, EcoFlow Ocean 2 | 2,56 bis 5 kWh | Dachanlage mit Hybrid-Wechselrichter |
| Niedervolt-Modulspeicher | Growatt AXE, Solplanet Ai-LB | 5 bis 5,12 kWh | Dachanlage mit Hybrid-Wechselrichter |
| Steckerfertiger Speicher | Growatt NOAH 2000 und NEXA 2000, Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro, EcoFlow DELTA 2 | 1 bis 2,7 kWh | Balkonkraftwerk |
Modulspeicher für die Dachanlage werden aus mehreren Batteriemodulen zu einem Turm gestapelt und arbeiten nie allein, sondern immer mit einem Hybrid-Wechselrichter, der Laden und Entladen steuert. Sie stehen unter Speicher für Wechselrichter, teils als Einzelmodul, teils als fertiges Set mit Steuereinheit. Steckerfertige Speicher vereinen Batterie und Regelung in einem Gehäuse und werden zwischen Module und Einspeisung gesetzt. Sie stehen unter Speicher für Balkonkraftwerke.
Hochvolt oder Niedervolt
Bei einem Hochvolt-Speicher sind die Module hintereinander geschaltet; mit jedem Modul steigt die Spannung des Turms. Dazu gehört bei den meisten Systemen hier eine eigene BMS-Einheit, also das Batteriemanagement, das Zellen und Ladung überwacht. Ein Niedervolt-Speicher arbeitet mit rund 50 V und wächst, indem Module parallel dazukommen. Die Growatt AXE bringt ihr BMS im Modul mit, ist nach IP20 geschützt und gehört deshalb in einen trockenen Innenraum.
Welche Bauart es wird, entscheidet in der Praxis der Wechselrichter: Er ist für eine Spannungslage und für bestimmte Speicher ausgelegt.
Welcher Speicher an welchen Wechselrichter passt
Ein Speicher arbeitet nur mit einem Wechselrichter zusammen, für den der Hersteller ihn freigibt. Maßgeblich ist die Speicherliste des Wechselrichters. Für diese Geräte im Sortiment nennen die Herstellerlisten:
- Growatt MOD HU: ausschließlich den Speicher APX
- Growatt MOD XH: ARK, APX, AXE und ARK LV
- Growatt MIN XH: ARK und APX
- Solplanet ASW H-T2 und H-T3: ausschließlich Ai-HB
Für alle anderen Paare gilt die Speicherliste im Datenblatt des Hybrid-Wechselrichters. Steht ein Speicher dort nicht, ist die Kombination nicht freigegeben. Aufeinander abgestimmte Paare gibt es als Speicher-Wechselrichter-Sets.
Wie groß der Speicher sein sollte
Maßgeblich ist der Verbrauch nach Sonnenuntergang und am frühen Morgen, denn nur den kann der Speicher decken. Ein Speicher, der deutlich größer ist, wird an vielen Tagen nicht voll. Weil die Modulspeicher in festen Schritten wachsen, lässt sich klein anfangen und später aufstocken: bei Growatt ARK, Solplanet Ai-HB und Trina in Schritten von 2,56 kWh, bei Fronius Reserva von 3,15 kWh, bei Growatt APX und EcoFlow Ocean 2 von rund 5 kWh. Die Obergrenze je System steht im Datenblatt, etwa 20,48 kWh bei Solplanet Ai-HB G2 Pro, 25,6 kWh bei Growatt ARK und 30 kWh bei Growatt APX.
Was im Datenblatt zählt
Die nutzbare Kapazität liegt etwas unter der Nennkapazität, beim Growatt ARK-Modul zum Beispiel bei 2,3 von 2,56 kWh. Alle Batterien im Sortiment arbeiten laut Datenblatt mit Lithium-Eisenphosphat (LFP). Die Zahl der Ladezyklen reicht von 3.000 bei den EcoFlow DELTA 2 bis 10.000 beim EcoFlow Ocean 2, die meisten Module nennen 6.000. Die Herstellergarantie beträgt überwiegend zehn Jahre, bei den EcoFlow DELTA 2 fünf und beim Ocean-2-Modul fünfzehn. Der Temperaturbereich im Datenblatt entscheidet, ob ein Aufstellort in Garage oder Keller passt.
Basen, Verteiler und Anschlussteile stehen im Zubehör für Batteriespeicher, ganze Anlagen mit Speicher unter PV-Komplettsets mit Speicher.
Für Photovoltaikanlagen und ihre wesentlichen Komponenten fällt unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an. Ob sie vorliegen, geben Sie im Bestellvorgang an.
Häufige Fragen zum Batteriespeicher
Ist ein Stromspeicher dasselbe wie ein Batteriespeicher?
Ja. Stromspeicher, Batteriespeicher, Solarspeicher und Energiespeicher meinen im Haus dieselbe Sache: eine Batterie, die Solarstrom für später aufhebt.
Wie groß sollte mein Batteriespeicher sein?
So groß, dass er den Verbrauch vom Abend bis zum nächsten Morgen deckt. Weil die Modulspeicher erweiterbar sind, kann eine kleinere Größe der Anfang sein; die Obergrenze des Systems steht im Datenblatt.
Kann ich einen Speicher nachrüsten?
Mit einem Hybrid-Wechselrichter ja, wenn der Speicher auf seiner Herstellerliste steht. Hat die Anlage einen netzgekoppelten Wechselrichter, braucht es ein zusätzliches Gerät wie den Growatt SPA oder den EcoFlow PowerOcean DC Fit Konverter. Ein Balkonkraftwerk lässt sich mit einem steckerfertigen Speicher ergänzen.
Passt jeder Speicher an jeden Wechselrichter?
Nein. Spannungslage und Kommunikation sind herstellerabhängig, und nur freigegebene Kombinationen funktionieren. Welche das sind, steht in der Speicherliste des Wechselrichters.
Wo stelle ich den Speicher auf?
Die meisten Module sind nach IP65 oder IP66 geschützt. Ob der Ort passt, entscheidet der Temperaturbereich im Datenblatt, beim Growatt APX zum Beispiel −10 bis +50 °C. Die Growatt AXE mit IP20 gehört in einen trockenen Innenraum.
Wie lange hält ein Batteriespeicher?
Die Datenblätter nennen 3.000 bis 10.000 Ladezyklen, die meisten Module 6.000. Die Herstellergarantie liegt je nach System bei fünf bis fünfzehn Jahren, meist bei zehn.