PV Komplettsets - QC4.10-351 / MC4-EVO2A - Ja
Ein PV-Komplettset, oft auch Solaranlage-Komplettset genannt, bündelt die Hauptkomponenten einer Photovoltaikanlage: Solarmodule, Hybrid-Wechselrichter und in den meisten Sets den Batteriespeicher. Die Komplettsets hier reichen von 6,8 bis gut 30 kWp und sind so zusammengestellt, dass Modulleistung, Wechselrichter und Speicher zueinander passen.
Welche Anlagengröße passt
Die Modulleistung der Komplettsets liegt zwischen 6.825 und 30.225 Wattpeak. Der Schwerpunkt liegt bei 9 bis 17 kWp, für große Dächer gibt es Sets mit rund 21, 25,6 und 30 kWp. Welche Größe zu einem Haushalt passt, hängt am Jahresverbrauch, an der nutzbaren Dachfläche und daran, wie viel Strom tagsüber im Haus bleibt. Eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto hebt den Bedarf deutlich an. Wer kleiner anfangen will, findet steckerfertige Anlagen unter Balkonkraftwerke.
| Anlagengröße | Module im Set | Speicher |
|---|---|---|
| rund 6,8 bis 7,3 kWp | 15 oder 16 | 5, 7,5, 10 oder 15 kWh |
| rund 9,1 bis 9,4 kWp | 20 | 7,5 oder 10 kWh, oder ohne |
| rund 10,9 bis 11,3 kWp | 24 | 10 oder 15 kWh, oder ohne |
| rund 14 kWp | 30 | 10 oder 15 kWh, oder ohne |
| rund 16,7 bis 16,9 kWp | 36 | 10 oder 15 kWh, oder ohne |
| rund 21 kWp | 45 | 15 kWh |
| rund 25,6 kWp | 55 | 15 kWh |
| rund 30,2 kWp | 65 | 15 kWh |
Die Dachfläche gibt die Modulgröße vor: Die verbauten Module messen 1.762 × 1.134 mm, also rund 2 m² je Modul. Je kWp braucht eine Anlage damit gut 4 m² reine Modulfläche, ein Set mit 10 kWp also etwa 43 m². Abstände zu Dachrand, Gauben, Fenstern und Schornstein kommen hinzu.
Module von JA Solar und Trina
Gut die Hälfte der Sets arbeitet mit JA-Solar-Modulen der Serie JAM54D40 mit 455 oder 465 W, die übrigen mit Trina Vertex S+ mit 455, 460, 465 oder 470 W. Alle sind Glas-Glas-Module mit N-Typ-Zellen und schwarzem Rahmen (Black Frame), der auf dunklen Dächern ruhiger wirkt als ein silberner. Die Hersteller geben 25 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre Leistungsgarantie. Ein Modul wiegt 21 bis 22 kg, was für die Planung der Unterkonstruktion zählt. Einzelne Module ohne Set stehen unter Solarmodule.
Wechselrichter und Speicher
Fast alle Sets sind mit einem dreiphasigen Hybrid-Wechselrichter aufgebaut, der Module, Batterie und Hausnetz in einem Gerät verbindet. Überwiegend ist das ein Solplanet-Gerät zwischen 6 und 29,9 kW, dazu kommen Sets mit Growatt SPH 10000TL3 und Trina TRH sowie neun Sets mit dem einphasigen Off-Grid-Hybrid-Wechselrichter Growatt SPF 6000 ES Plus. Die Gerätefamilien stehen einzeln bei den Hybrid-Wechselrichtern.
Bei den Solplanet-Sets besteht der Speicher aus Hochvolt-Batteriemodulen der Serie Ai-HB G2 Pro mit je 2,56 kWh und einer Steuereinheit (BMS). Drei, vier oder sechs Module ergeben die Stufen 7,5, 10 und 15 kWh aus dem Produktnamen. Die Trina-Sets nutzen vier Batteriemodule mit je 2,56 kWh. Bei den Growatt-Sets besteht der Speicher aus Hochvolt-Batteriemodulen der Serie ARK mit Steuereinheit (BMS), bei den Sets mit SPF 6000 ES Plus aus Niedervolt-Modulen AXE 5.0L-C1 mit je 5 kWh. Bei einzelnen Trina-Sets weist die Produktbeschreibung eine Notstromfunktion aus; wie die Umschaltung im Zählerschrank ausgeführt wird, klärt die Elektrofachkraft.
Mit oder ohne Speicher
Die Komplettsets mit Speicher puffern den Überschuss des Tages für den Abend. Je mehr Verbrauch in die Abend- und Nachtstunden fällt, desto stärker wiegt der Speicher gegenüber zusätzlichen Modulen. Ohne Speicher sinkt der Eigenverbrauchsanteil, dafür auch die Investition. Auch die Komplettsets ohne Speicher arbeiten mit einem Hybrid-Wechselrichter, sodass sich ein passender Speicher später ergänzen lässt.
Was im Set steckt und was nicht
Ein Set enthält die Module, den Wechselrichter und, wo angegeben, die Batteriemodule samt Steuereinheit. Welche Komponenten in welcher Stückzahl geliefert werden, listet die Produktbeschreibung jedes Sets einzeln auf. Nicht in den Sets enthalten sind die Unterkonstruktion und die Solarkabel. Sie hängen von Dachart, Dachneigung und Leitungsweg ab und stehen unter Unterkonstruktion und beim PV-Installationsmaterial.
Anmeldung, Anschluss und Umsatzsteuer
Für die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister gelten gesetzliche Vorgaben; Auskunft geben der Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur. Den Netzanschluss übernimmt eine Elektrofachkraft. Was eine Photovoltaikanlage insgesamt ausmacht, von der Modulwahl bis zur Anmeldung, steht auf der Übersicht PV-Anlage kaufen.
Für Photovoltaikanlagen und ihre wesentlichen Komponenten fällt unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an. Ob sie vorliegen, geben Sie im Bestellvorgang an. Komplettsets über 30 kWp werden mit 19 % Umsatzsteuer berechnet.
Häufige Fragen zum PV-Komplettset
Welche Größe sollte mein PV-Komplettset haben?
Ausgangspunkt ist der Jahresverbrauch aus der Stromrechnung, dazu kommen geplante Verbraucher wie Wärmepumpe oder Elektroauto. Die zweite Grenze ist die Dachfläche. Die Komplettsets hier decken 6,8 bis gut 30 kWp ab.
Wie viel Dachfläche braucht ein PV-Komplettset?
Ein Modul misst 1.762 × 1.134 mm, also rund 2 m². Je kWp sind das gut 4 m² Modulfläche, bei 10 kWp etwa 43 m² und beim größten Set mit 65 Modulen rund 130 m², jeweils ohne Randabstände.
Lohnt sich ein Speicher?
Das hängt am Tagesverlauf des Verbrauchs. Wird viel Strom abends und nachts gebraucht, hebt der Speicher den Eigenverbrauch. Die Sets gibt es mit 5, 7,5, 10 oder 15 kWh, einige ohne Speicher, aber mit Hybrid-Wechselrichter zum späteren Nachrüsten.
Sind Unterkonstruktion und Kabel im Set enthalten?
Nein. Die Sets enthalten Module, Wechselrichter und, wo angegeben, den Speicher. Unterkonstruktion und Solarkabel wählen Sie passend zu Dach und Leitungsweg dazu.
Fällt beim PV-Komplettset Umsatzsteuer an?
Für Photovoltaikanlagen und ihre wesentlichen Komponenten fällt unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an. Ob sie vorliegen, geben Sie im Bestellvorgang an. Komplettsets über 30 kWp werden mit 19 % Umsatzsteuer berechnet.
Wer schließt die Anlage an?
Den Netzanschluss und die Inbetriebnahme übernimmt eine Elektrofachkraft. Für die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister gelten gesetzliche Vorgaben; Auskunft geben der Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur.