Wallbox - Typ 2 Kabel - RS485
Eine Wallbox lädt das Elektroauto zu Hause mit deutlich mehr Leistung als eine Haushaltssteckdose und mit der nötigen Schutztechnik. Zusammen mit einer Photovoltaikanlage kann sie vorzugsweise dann laden, wenn das Dach mehr Strom erzeugt, als das Haus gerade braucht. Im Sortiment stehen Wallboxen von EcoFlow, Huawei, Solplanet und SunGrow.
Ladeleistung und Anschluss
| Wallbox | max. Ladeleistung | Anschluss | Schutzart | Garantie |
|---|---|---|---|---|
| EcoFlow PowerPulse | 11 kW | Typ 2 | IP65 | 2 Jahre |
| Huawei AP07N-EU | 7,4 kW | Typ-2-Buchse | IP54 | 3 Jahre |
| Solplanet SOL7.4H-WP | 7,4 kW | fest angeschlagenes Typ-2-Kabel, 5 m | IP65 | 3 Jahre |
| SunGrow AC007E-01 | 7,4 kW | fest angeschlagenes Typ-2-Kabel, 7 m | IP65 | 5 Jahre |
7,4 kW ist die Leistung, die ein einphasiger Anschluss mit 32 A liefert; 11 kW erreicht eine Wallbox dreiphasig mit 16 A. Ob am eigenen Hausanschluss einphasig mit voller Leistung geladen werden darf, klärt der Elektrofachbetrieb mit dem Netzbetreiber. Wie schnell ein Auto tatsächlich lädt, begrenzt zusätzlich sein eigenes Ladegerät. Bei einer Wallbox mit Buchse stecken Sie das Ladekabel des Fahrzeugs ein, bei einem fest angeschlagenen Kabel hängt es an der Box. Für Wallboxen mit Buchse stehen hier auch Typ-2-Ladekabel von Fronius mit 5 und 7,5 m Länge (bis 32 A). Die Schutzart liegt bei IP54 (Huawei) und IP65 (die übrigen drei Modelle).
Laden mit Solarstrom: PV-Überschussladen
Für das PV-Überschussladen braucht die Wallbox den aktuellen Wert am Hausanschluss: wie viel Strom gerade ins Netz fließt. Diesen Wert liefert ein Energiezähler, meist über den Wechselrichter desselben Herstellers. Die Wallboxen von EcoFlow, Huawei und Solplanet führen Solarintegration als Funktion; EcoFlow und Solplanet nennen zusätzlich ein dynamisches Lastmanagement, das den Ladestrom zurücknimmt, bevor der Hausanschluss überlastet wird. Angebunden werden die Geräte je nach Modell über WLAN, LAN oder Ethernet, RS485 und Bluetooth.
Passende Zähler stehen bei den Smart Metern für PV-Anlagen, die Wechselrichter bei den Hybrid-Wechselrichtern. Wer den Überschuss auch für den Abend aufheben will, findet Batterien bei den Energiespeichern.
Anschluss und Anmeldung
Eine Wallbox wird fest an die Hausinstallation angeschlossen. Das übernimmt ein Elektrofachbetrieb, der die Box vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber anmeldet. ACTEC liefert die Wallbox, bietet aber keine Installation an. Die Huawei-, Solplanet- und SunGrow-Wallboxen bringen laut Herstellerangaben eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung mit; welche Absicherung in der Unterverteilung zusätzlich nötig ist, legt der Elektrofachbetrieb fest.
Häufige Fragen zur Wallbox
Kann ich mit der Wallbox Solarstrom laden?
Ja, wenn die Wallbox den Überschuss am Hausanschluss kennt. Dafür braucht sie einen Energiezähler, der meist über den Wechselrichter angebunden wird. Prüfen Sie im Datenblatt, mit welchem Wechselrichter und Zähler die Box zusammenarbeitet.
Reichen 7,4 kW oder brauche ich 11 kW?
Das hängt vor allem am Ladegerät im Fahrzeug. Es begrenzt, mit welcher Leistung und über wie viele Phasen das Auto lädt; die Angabe steht in den Fahrzeugdaten. Eine 11-kW-Wallbox bringt nur dann mehr, wenn das Auto dreiphasig laden kann.
Muss ich die Wallbox anmelden?
Ja, beim Netzbetreiber. Das erledigt in der Regel der Elektrofachbetrieb, der die Wallbox anschließt.