Hybrid Wechselrichter - USB - Benutzerfreundliches Design
Ein Hybrid-Wechselrichter verbindet Solarmodule, Batteriespeicher und Hausnetz in einem Gerät. Er ist die richtige Wahl, wenn eine Anlage von Anfang an mit Speicher geplant ist oder später einen bekommen soll, ohne dass ein zweites Gerät dazukommt. Im Sortiment stehen Geräte von 0,8 bis 29,9 kW, ein- und dreiphasig, von Growatt, Solplanet, SunGrow, EcoFlow, Huawei, Trina und Fronius.
Einphasig oder dreiphasig
Einphasige Geräte speisen auf einer Phase ein und decken hier 0,8 bis 6 kW ab. Dreiphasige Geräte verteilen die Leistung auf alle drei Phasen; sie beginnen bei 3 kW und reichen bis 29,9 kW. Sie passen zu größeren Dächern und zu Haushalten, in denen Wärmepumpe oder Wallbox den Verbrauch erhöhen. Die Übersicht zeigt, welche Gerätefamilien in welcher Klasse stehen:
| Leistung | Phasen | Gerätefamilien im Sortiment |
|---|---|---|
| 0,8 kW | einphasig | Solplanet ASW0800/2500A-S |
| 3 bis 6 kW | einphasig | SunGrow SH-RS, Huawei SUN2000-L1, Solplanet ASW H-S2, Growatt MIN XH |
| 3 bis 10 kW | dreiphasig | Growatt MOD und SPH, Solplanet ASW H-T2 und H-T3, Trina TRH, Huawei SUN2000-M1, SunGrow SH-RT, Fronius Symo GEN24, EcoFlow PowerOcean |
| 11 bis 15 kW | dreiphasig | Growatt MID und MOD HU, Solplanet ASW12kH-T3 und ASW15KH-TH, Huawei SUN2000-MB0, EcoFlow PowerOcean und Ocean 2 |
| 20 bis 29,9 kW | dreiphasig | Growatt MID, Solplanet ASW KH-TH |
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Für die Auswahl zählen vier Werte aus dem Datenblatt. Die AC-Nennleistung muss zur Modulleistung passen; die Datenblätter nennen dazu eine maximale Modulleistung, die je nach Gerät beim 1,3- bis knapp 3-fachen der AC-Leistung liegt. Die zulässige Batteriespannung und die Liste der freigegebenen Speicher entscheiden, welche Batteriemodule angeschlossen werden können. Die Zahl der MPP-Tracker, also der getrennt geregelten Moduleingänge, liegt hier zwischen einem und vier. Sie bestimmt, wie viele unterschiedlich ausgerichtete Modulstränge sich anschließen lassen, etwa bei einem Dach mit Ost- und Westseite. Der europäische Wirkungsgrad liegt laut Datenblatt meist zwischen 97 und 98,5 Prozent.
Welches Gerät zu welcher Anlage passt
Für eine Anlage mit rund 10 kWp auf dem Einfamilienhaus kommen Geräte zwischen 8 und 10 kW in Frage. Der Solplanet ASW 10kH-T3 und der Growatt SPH 10000TL3 BH-UP nehmen laut Datenblatt bis 15 kWp Modulleistung auf; beide stecken auch in den PV-Komplettsets. Für große Dächer mit 20 bis 30 kWp stehen die Growatt MID XH und die Solplanet ASW KH-TH mit 20 bis 29,9 kW bereit, deren Datenblätter 40 bis knapp 60 kWp Modulleistung nennen. Am unteren Ende passen die einphasigen Geräte von 3 bis 6 kW zu kleinen Dächern und Carports. Der Solplanet ASW0800/2500A-S mit 800 W ist für Anlagen in der Größe eines Balkonkraftwerks gedacht.
Netzgekoppelt, nachgerüstet oder netzunabhängig
Der größte Teil des Sortiments arbeitet netzparallel: Der Speicher puffert den Überschuss, der Rest geht ins Netz. Ein Sonderfall ist der Growatt SPA 6000TL3 BH-UP. Er hat keinen eigenen Moduleingang und wird auf der Wechselstromseite mit einer bestehenden Anlage verbunden, um deren Überschuss in einen Speicher zu laden. Damit lässt sich eine Anlage mit reinem netzgekoppelten Wechselrichter nachrüsten.
Daneben stehen Off-Grid-Hybridgeräte für Anlagen ohne Netzanschluss, etwa in Gartenhaus, Werkstatt oder Ferienhaus: der Growatt SPF 3500 ES und der SPF 6000 ES Plus. Sie sind nach IP20 geschützt und gehören deshalb in einen trockenen Innenraum. Beide stehen gesammelt unter Off-Grid-Wechselrichter.
Ob ein Gerät bei Netzausfall weiterversorgt, ist eine eigene Eigenschaft und steht im Datenblatt. Sie verlangt eine zusätzliche Umschalteinrichtung im Zählerschrank.
Schutzart und Garantie
Die meisten Geräte sind nach IP65 oder IP66 geschützt und damit für die Montage an der Außenwand ausgelegt. Die Herstellergarantie liegt überwiegend bei zehn Jahren, bei den EcoFlow-Geräten bei fünfzehn. Einzelne Modelle haben kürzere Fristen, etwa die Off-Grid-Geräte mit zwei Jahren; die Angabe steht bei jedem Gerät.
Die passenden Batterien stehen bei den Speichern für Wechselrichter, fertige Kombinationen unter Speicher-Wechselrichter-Sets. Wer eine ganze Anlage sucht, findet sie bei den PV-Komplettsets mit Speicher.
Für Photovoltaikanlagen und ihre wesentlichen Komponenten fällt unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an. Ob sie vorliegen, geben Sie im Bestellvorgang an.
Häufige Fragen zum Hybrid-Wechselrichter
Was unterscheidet einen Hybrid-Wechselrichter von einem netzgekoppelten Wechselrichter?
Ein netzgekoppelter Wechselrichter wandelt nur den Modulstrom für Hausnetz und Netz um. Der Hybrid-Wechselrichter hat zusätzlich einen Batterieanschluss und steuert, wann der Speicher geladen und entladen wird.
Kann ich den Speicher später nachrüsten?
Ja, dafür ist der Hybrid-Wechselrichter gebaut. Welche Batterien er annimmt, steht in der Speicherliste seines Datenblatts. Für eine bestehende Anlage ohne Hybrid-Gerät gibt es den Growatt SPA, der auf der Wechselstromseite nachgerüstet wird.
Brauche ich einen einphasigen oder dreiphasigen Hybrid-Wechselrichter?
Das hängt an Anlagengröße und Hausanschluss. Die einphasigen Geräte hier reichen bis 6 kW, die dreiphasigen beginnen bei 3 kW und gehen bis 29,9 kW. Welche Variante an Ihrem Zählerschrank zulässig ist, klärt die Elektrofachkraft mit dem Netzbetreiber.
Wie groß darf die Modulleistung sein?
Das Datenblatt nennt eine empfohlene maximale Modulleistung. Bei den Geräten hier liegt sie je nach Modell beim 1,3- bis knapp 3-fachen der AC-Nennleistung, bei einem 10-kW-Gerät von Solplanet oder Growatt SPH etwa bei 15 kWp.
Versorgt ein Hybrid-Wechselrichter das Haus bei Stromausfall?
Nur, wenn das Gerät eine Notstrom- oder Ersatzstromfunktion hat und eine Umschalteinrichtung im Zählerschrank eingebaut ist. Ob ein Modell die Funktion hat, steht im Datenblatt.
Wer schließt den Wechselrichter an?
Den Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft. Die Anlage wird vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister eingetragen.