Luftentfeuchter für Keller, Wohnung und Schlafzimmer: Welche Größe passt?
Kurz gesagt: Laut Umweltbundesamt sollte die Luftfeuchte in Räumen zwischen 40 und 60 % liegen. Liegt sie dauerhaft darüber und reicht Lüften nicht, hilft ein elektrischer Luftentfeuchter. Für ein Schlafzimmer oder Bad bis etwa 15 m² ist laut Hersteller ein Gerät mit 10 Litern am Tag ausgelegt, für größere Räume und Keller eines mit 20 oder 30 Litern. In kühlen Kellern arbeiten Kompressor-Geräte langsamer. Die Ursache der Feuchte, etwa ein undichtes Rohr, behebt ein Entfeuchter nicht.
Stand: 03.10.2026
Ein Luftentfeuchter zieht Wasser aus der Raumluft und sammelt es in einem Tank. Das hilft, wenn die Luft dauerhaft zu feucht ist: im Keller, in einer Wohnung, in der Wäsche trocknet, oder in einem Raum, in dem die Fenster beschlagen. Ob Sie einen brauchen und welche Größe passt, steht auf dieser Seite.
Wann ist die Luft zu feucht?
- Zielbereich: Laut Umweltbundesamt sollte die relative Luftfeuchte in Räumen zwischen 40 und 60 % liegen, um das Risiko für Schimmel gering zu halten.
- Dauerhaft darüber: Steigt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60 %, droht laut Stiftung Warentest Schimmel.
- Messen: Ein einfaches Thermo-Hygrometer zeigt Temperatur und Luftfeuchte an. Die Verbraucherzentrale rät dazu, die Werte damit im Blick zu behalten.
Erst lüften, dann entfeuchten
Laut Umweltbundesamt beugt regelmäßiges und ausreichendes Lüften in vielen Fällen der Schimmelbildung vor. Ein Luftentfeuchter ersetzt das nicht, er hilft dort, wo Lüften allein nicht reicht.
Wichtig: Ein Luftentfeuchter entzieht der Luft Wasser, bekämpft aber laut Stiftung Warentest nicht die Ursache. Kommt die Feuchte aus einem undichten Dach, einem Rohrbruch oder einer feuchten Wand, muss diese Quelle gefunden und beseitigt werden. Laut Verbraucherzentrale lässt sich Schimmel erst dann dauerhaft entfernen, wenn die Ursache behoben ist.
Welche Größe für welchen Raum?
Die Leistung eines Luftentfeuchters wird in Litern pro Tag angegeben. Die Geräte im Sortiment, alle unter Luftentfeuchter, laut Datenblatt:
| Leistung | Leistungsaufnahme | Tank | Raumgröße laut Hersteller | Schalldruck |
|---|---|---|---|---|
| 10 Liter am Tag | 205 W | 2,0 bis 2,3 l | bis 15 bzw. 16 m² | 46 dB(A), ein Modell nennt nur die Schallleistung (43 dB) |
| 20 Liter am Tag | 300 bis 325 W | 3,7 l | 20 bis 32 m² | 46 dB(A) |
| 30 Liter am Tag | 460 W | 4,0 l | 25 bis 30 m² | 53 dB(A) |
Stand der Angaben: Sortiment von ACTEC, Oktober 2026. Die Liter am Tag sind die Höchstleistung (ein 10-Liter-Gerät nennt im Datenblatt 11,8 Liter unter den dortigen Messbedingungen); wie viel ein Gerät tatsächlich sammelt, hängt von Temperatur und Luftfeuchte im Raum ab.
- Schlafzimmer und Bad: Ein Gerät mit 10 Litern ist laut Hersteller für Räume bis 15 oder 16 m² ausgelegt. Im Schlafzimmer zählt die Lautstärke; ein Timer schaltet das Gerät nach einer eingestellten Zeit von 1 bis 24 Stunden ein oder aus.
- Wohnung, Wohnzimmer, Wäsche: Für größere Räume oder wenn regelmäßig Wäsche in der Wohnung trocknet, passt ein Gerät mit 20 Litern. Laut Stiftung Warentest sollte Wäsche, wenn möglich, auf der Leine trocknen. Trocknet sie drinnen, nimmt der Entfeuchter die Feuchte auf, die sie abgibt. Einige Anleitungen schließen den Einsatz im Wäscheraum aus; prüfen Sie die Anleitung Ihres Geräts.
- Keller und Nebenräume: Hier sind die Räume oft groß und die Feuchte hoch. Dafür passt ein Gerät mit 20 oder 30 Litern; wo die Anleitung einen Dauerablauf über einen Schlauch beschreibt, erspart er das ständige Leeren des Tanks.
Im kühlen Keller
Die Geräte im Sortiment sind Kompressor-Entfeuchter: Sie kühlen die Luft an einem kalten Bauteil ab, das Wasser kondensiert und tropft in den Tank. Laut Stiftung Warentest arbeiten solche Kondensations-Entfeuchter am besten ab etwa 10 °C; für kältere Räume nennt sie Adsorptions-Entfeuchter als Alternative.
Die Anleitungen der Geräte im Sortiment nennen einen Betriebsbereich von 7 bis 35 °C; unter 5 °C startet das Gerät nicht. Bei niedrigen Temperaturen vereist das kalte Bauteil, und das Gerät taut es regelmäßig ab: laut Anleitung alle 30 Minuten bei 5 bis 12 °C und alle 45 Minuten bei 12 bis 20 °C. In dieser Zeit entfeuchtet es nicht. In einem kühlen Keller sammelt ein Gerät deshalb weniger Wasser als im warmen Wohnraum.
Im Sommer kann ein Keller durch falsches Lüften feuchter werden: Warme Außenluft kühlt an den kalten Kellerwänden ab, und die Feuchte schlägt sich dort nieder. Das Umweltbundesamt rät, Kellerräume im Sommer nicht tagsüber, sondern nachts oder in den kühlen Morgenstunden zu lüften.
Dauerablauf, Hygrostat und Aufstellung
- Dauerablauf: Statt den Tank zu leeren, lässt sich ein Schlauch anschließen, der das Wasser in einen Abfluss leitet. Laut Anleitung muss er leicht abwärts geneigt liegen, damit das Wasser ständig ablaufen kann. Der Schlauch gehört laut Anleitung nicht zum Lieferumfang (Innendurchmesser 10 mm).
- Hygrostat: Sie stellen die gewünschte Luftfeuchte ein, und das Gerät schaltet sich ab, sobald sie erreicht ist. Das spart Strom.
- Aufstellen: Mit Abstand zur Wand und zu Möbeln, damit die Luft frei an- und abströmen kann; die Anleitungen der Geräte im Sortiment nennen 20 cm rundum.
Was kostet der Betrieb?
Der Verbrauch ist die Leistungsaufnahme mal die Laufzeit. Ein Gerät mit 300 W, das 8 Stunden am Tag läuft, braucht 2,4 kWh am Tag; mit einem Beispielpreis von 35 Cent je kWh sind das 84 Cent. Läuft es dank Hygrostat nur, wenn die Luft zu feucht ist, wird es weniger. Setzen Sie Ihren eigenen Strompreis ein.
Die Leistungsaufnahme der Entfeuchter im Sortiment (205 bis 460 W) liegt unter der der Klimaanlagen im Sortiment. Ist es im Raum nicht nur feucht, sondern auch zu warm, hilft eine Klimaanlage, die beim Kühlen ebenfalls entfeuchtet; mehr dazu unter Mobile Klimaanlage ohne Abluftschlauch? und Klimaanlage: Stromverbrauch und Kosten.