PV-Anlage planen: die Bausteine im Überblick
Kurz gesagt: Eine PV-Anlage besteht aus Solarmodulen, einem Wechselrichter, auf Wunsch einem Speicher und der Unterkonstruktion. Geplant wird in dieser Reihenfolge, von der Dachfläche bis zur Montage; wer die Abstimmung nicht selbst machen will, nimmt ein Komplettset.
Stand: 02.10.2026
Eine Photovoltaikanlage besteht aus vier Bausteinen, die zusammenpassen müssen: Solarmodule erzeugen Gleichstrom, der Wechselrichter macht daraus Wechselstrom für Haus und Netz, ein Speicher hebt den Überschuss für den Abend auf, und die Unterkonstruktion hält alles auf dem Dach. Diese Seite geht die Planung in dieser Reihenfolge durch. Wer die Abstimmung nicht selbst machen will, findet die fertige Kombination unter PV-Anlage als Komplettset.
1. Größe: Was passt aufs Dach?
Die meisten Module im Sortiment messen rund 1,76 × 1,13 m, also etwa 2 m² je Modul. Je kWp braucht eine Anlage damit gut 4 m² reine Modulfläche, eine Anlage mit 10 kWp also etwa 43 m², jeweils ohne Randabstände. Wie groß die Anlage sinnvoll wird, hängt außerdem davon ab, wie viel Strom im Haus verbraucht wird und zu welcher Tageszeit.
2. Solarmodule: Welches Modul passt?
Das Modul bestimmt Leistung und Platzbedarf. Im Sortiment stehen Module mehrerer Hersteller, darunter JA Solar, Trina, Aiko, Solitek und TCL, meist mit 290 bis 505 W, fast alle in Glas-Glas-Bauweise, teils bifazial oder Full Black. Maße und Gewicht stehen bei jedem Modul. Die Übersicht: Solarmodule.
3. Wechselrichter: Welcher passt zur Anlage?
Soll von Anfang an ein Speicher dazu, ist ein Hybrid-Wechselrichter die naheliegende Wahl: Er verbindet Module, Batterie und Hausnetz in einem Gerät. Wie Module und Wechselrichter verkabelt werden, steht unter Solarkabel und MC4-Stecker. Ohne Speicher reicht ein netzgekoppelter Wechselrichter, der den Strom direkt im Haus verbraucht und den Rest einspeist. Im Sortiment stehen Hybrid-Geräte von 0,8 bis 29,9 kW und netzgekoppelte bis 125 kW, ein- und dreiphasig; die einphasigen Geräte passen eher zu kleineren Anlagen, die Auslegung klärt ein Fachbetrieb. Alle Geräte: Wechselrichter.
4. Speicher: Wie groß soll er sein?
Wird viel Strom abends und nachts gebraucht, hebt ein Speicher den Eigenverbrauch; tagsüber kann auch ein Elektroauto den Überschuss aufnehmen, siehe Wallbox mit PV-Überschussladen. Die Batteriemodule haben 2,56 bis 5,12 kWh je Modul und lassen sich stapeln; als fertiges Set gibt es 5 bis 50 kWh. Wichtig ist, dass Speicher und Wechselrichter zueinander passen: Unter Speicher für Wechselrichter stehen die Module samt BMS je Hersteller, alle Systeme unter Batteriespeicher.
5. Unterkonstruktion: Was hält die Module auf dem Dach?
Schrägdach, Falzdach, Trapezblech oder Flachdach: Die Unterkonstruktion muss zum Dach und zur Modulgröße passen. Dafür gibt es Dachhaken, Schienen und Klemmen, die meisten von K2 Systems, und für das Flachdach Ost-West-Sets für 2 bis 12 Module. Welche K2-Teile zu welchem Dach gehören, steht unter K2-Unterkonstruktion: Welche Teile passen zu welchem Dach?. Welche Halterung zu welchem Dach passt und wer die Statik prüft, steht unter Halterung für Solarmodule.
Was bietet ein PV-Komplettset?
Ein Komplettset nimmt die Abstimmung der Bausteine ab. Die PV-Komplettsets mit Speicher reichen von 6,8 bis 30,2 kWp, mit Glas-Glas-Modulen von JA Solar oder Trina, einem Hybrid-Wechselrichter (überwiegend dreiphasig) und 5 bis 15,36 kWh Speicher. Die PV-Komplettsets ohne Speicher haben 9,4 bis 16,92 kWp; wie ein Speicher später dazukommt, steht unter PV-Speicher nachrüsten. Sets mit rund 10 kWp stehen gesammelt unter PV-Anlage 10 kWp mit Speicher.
Was kostet eine PV-Anlage?
Als Komplettset mit Speicher kostet eine PV-Anlage im Sortiment etwa 350 bis 800 € je kWp; rund die Hälfte der Sets liegt bei 430 bis 600 € je kWp (Stand Oktober 2026). Eine Anlage mit rund 10 kWp und Speicher kommt damit auf etwa 4.300 bis 8.500 €. Größere Anlagen sind je kWp meist günstiger als kleine.
Den Preis bestimmen vor allem die Modulleistung, die Speichergröße und der Wechselrichter. Unterkonstruktion, Montage, Elektroanschluss und die Anmeldung kommen dazu. Die Spannen sind die Shoppreise ohne Umsatzsteuer: Für PV-Anlagen fällt unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG keine Umsatzsteuer an. Ob sie vorliegen, geben Sie im Bestellvorgang an. Was dafür gilt, steht unter Mehrwertsteuer auf Photovoltaik-Produkte. Die Preise je Größe stehen unter PV-Anlage mit Speicher, die Sets mit rund 10 kWp unter PV-Anlage 10 kWp mit Speicher.
Wann reicht ein Balkonkraftwerk?
Wo kein ganzes Dach zur Verfügung steht, ist ein Balkonkraftwerk der Einstieg. Zu Leistungsgrenzen und Anmeldung geben der Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur Auskunft.